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Da Lat

The Green Box Da Lat Vietnam Smoothie
The Green Box

19:58 Uhr Hotelzimmer Da Lat (Vor zwei Spiegeln)  

  

Heute war Reisetag. Es ging vom Nationalpark nach Da Lat, einer Stadt mit weniger tropischem Klima (23 Grad können kühl sein...)  

Wir haben beide einen kleinen Durchhänger, da das Busfahren, das ständige Motorrädern ausweichen und das Verständigen ohne Englisch langsam aber sicher ermüden.   

  

Luan bucht uns nach unserem Frühstück ein Taxi dass uns zum Treffpunkt für unsere Weiterfahrt mit dem Futa-Bus bringen soll. Leider gibt es Probleme mit der Verständigung, sodass der bestellte Fernbus uns ohne Anzuhalten passiert.  

Daraufhin telefoniert unser Taxifahrer wild umher, ich telefoniere mit Luan und es wird versucht eine Lösung zu finden.   

Die Lösung die gefunden wird, ist grenzwertig. Der Taxifahrer hat nach langem Hin und Her einen Bus organisiert. Als dieser dann vor uns steht haben wir keine Lust einzusteigen. Der kleine Bus ist überfüllt, ein Mofa wird im Innenraum transportiert. Uns bleibt in diesem Moment ohne Wifi nichts anderes übrig als einzusteigen. Es riecht nach Füßen. Unsere Knie stoßen an den Vordersitz und wir stellen uns auf eine langwierige Fahrt ein. Als wir nach fünfzehn Minuten die erste Pause einlegen (der Bus war schon lange unterwegs, bevor er uns aufgelesen hat) planen wir um. Die Raststätte bietet Internetzugang und wir nehmen erneut Kontakt mit Luan auf. Er entschuldigt sich vielmals und sagt, dass er den Taxifahrer beauftragt hatte einen vergleichbaren Bus zu organisieren. Wir haben mittlerweile entschieden, trotz der bezahlten 250000 Dong, nicht weiter in diesem Bus zu reisen.   

Luan wird wieder tätig und 20 Minuten später sitzen wir für weitere 380000 Dong in einem komfortablen Bus mit Liegesitzen und Wlan-Hotspot.  

Die Fahrt führt, mit wilden Überholmanövern auf einspurigen Strecken, durch bergiges Gebiet. Ich stelle mir vor wie es sich angefühlt haben muss in diesem Wald Krieg zu führen. Spuren von Agent Orange und Napalm sind mittlerweile nicht mehr direkt zu sehen. Indirekt gibt es wohl weiterhin Spätfolgen des Entlaubungsmittel (missgestaltete Kinder, erhöhtes Auftreten von Krebskrankheiten, etc.)  

Wir kommen gegen 14:00 im, teilweise europäisch (1912 durch französische Kolonialherren gegründet) anmutenden, Da Lat an.   

Die Stadt ist umgeben von Wäldern, Seen und Flüssen und ist deshalb ein beliebtes Ausflugs- und Reiseziel auch für Einheimische.   

Wir wohnen außerhalb in einer alten Villa, die von einem Garten umgeben ist. Auspacken und zu Fuß los in die Stadt. Es sind ungefähr 4 Kilometer vorbei am "Green Box" einem hippen Laden ohne Kundschaft, in dem wir einen Smoothie trinken, vielen kleinen Häusern, in denen die Besitzer renovieren und umgestalten und einem rein veganen Restaurant (Dai Loc Vegan Restaurant Motel). Weil wir es nicht glauben können müssen wir uns, als die Sommerrollen schon angebissen sind, erneut versichern, dass die, in der Karte, als Chicken und Beef ausgeschriebenen, Speisen, zu hundert Prozent aus Tofu bestehen. Sehr lecker. Überall auf den Straßen brennen kleine Feuer, die als Grill oder Müllvernichtung dienen. Hunderte Motorroller bevölkern die Straßen. Die Luft ist verbraucht und stickig.   

Wir sehen auf unserem Weg in die Stadt keinen Touristen. Die Menschen in Da Lat sprechen, wenn überhaupt, nur sehr vereinfacht Englisch.   

Vorbei an unzähligen Geschäften, die Kleidung, Technik und Nahrungsmittel anbieten (eine seltsame Dichte an kleinen "Apple-Shops", die nur durch Apple lizensiert scheinen aber nicht den typischen Design-Charakter unserer Apple-Stores aufweisen)  

Ein kleiner See im Zentrum der Stadt bietet einige Freizeitmöglichkeiten und ist schön anzusehen.   

In einer, futuristisch designten Mall, finden wir einen Supermarkt (Wasser und Oreos)  

Angestrengt und der Lautstärke überdrüssig wollen wir zurück ins Hotel und nehmen ein Taxi. Der Fahrer kann die Adresse (in unserer Reservierungsbestätigung in westlicher Sprache formuliert) nicht lesen und versucht über Funk herauszufinden wo er uns absetzen soll. Man sollte immer Bildschirm-screenshots von wichtigen Online-Dokumenten machen...nicht immer ist ein ungesicherter Hotspot in der Nähe.  

Er lässt uns 200 Meter vor unserer Unterkunft aus dem Wagen und verlangt zu viel Geld. Diese Art von Situationen sind nervig, da man als Tourist in Gebieten ohne flächendeckende Englischkentnisse, permanent abhängig von Fahrern ist.   

  

Ich könnte gerade die komplette Packung Oreo essen.   

  

Felix

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