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So viel für viel zu wenig.

Da Lat Big C Restaurant
Da Lat Big C

20:18 Uhr im Hotelzimmer   

  

Wir sind in Da Lat unterwegs. Erleben Selfie-Wahnsinn während wir in einem futuristischen Ei frittierten Tofu und Pommes essen (wir hatten großen Hunger) und machen uns ziemlich bald auf den Weg zurück zum Hotel. Wir wollen den Tag entspannt angehen.   

Wir laufen 5 Kilometer und kommen am veganen Restaurant von gestern vorbei (4 Sommerrollen Take away). Einige hundert Meter später ein vegetarischer Imbiss auf der anderen Straßenseite. Es ist ein Imbiss von und für Einheimische mit normalen Einkommen. Die Auslage und die Innenausstattung sind weit entfernt von westlichen Hygiene- und Ausstattungsansprüchen. Wir gehen trotzdem hinein. Uns kommt eine Frau entgegen. Sie lächelt und gestikuliert mit den Händen um uns deutlich zu machen, dass sie kein Englisch versteht. Sie wirkt auf einfache Art und Weise sehr herzlich. Das kommunizieren funktioniert ohne Sprache ohne Probleme...wir nehmen das was in der Auslage liegt: Tofu (verschiedene Zubereitungen), Gemüse. Sie füllt Plastikschalen mit Reis, Tofu und Gemüse. Gemüsesuppe und Sojasoße in Plastiktüten. Alles in eine größere Plastiktüte und Plastikbesteck hinein.   

Plastik ist wichtig in Südostasien, und wird es noch Jahre bleiben.   

Als wir bezahlen, bin ich wieder einmal schockiert wie niedrig der Preis ist. Als sie mir das Rückgeld gibt (mein "it´s ok" überhört sie, meine Geste übersieht sie) öffnet sie die Schublade unter der Auslage. Es liegen vereinzelt Scheine mit geringem Wert darin. Die Szene macht mich tief traurig. Man möchte ihr die 3 Millionen Dong, die in diesem Moment in unserem Geldbeutel stecken, in ihre Kasse legen, wäre die Geste nicht so unglaublich überheblich.   

Sie würde es niemals annehmen.   

Unser Essen (schaut euch das Bild an) kostet 60000 Dong (2,24 Euro)...   

  

Felix

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