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analog. sich von der Vergangenheit inspirieren lassen.

Lohnt es sich heute die alte analoge Spiegelreflex vom Vater zu klauen und loszulegen?   

  

Sie liegen in Schränken, Kellern, Kisten und Speichern. Eingepackt in die passenden Fototaschen, nebst Objektiven und Blitz.   

Spiegelreflexkameras...analog...ja, sogar mit Knöpfen und Rädchen. Ohne Display, das uns die Auswirkungen unserer Einstellungen in Blende, Belichtungszeit und ISO vorwegnimmt. Man denkt nach. Welchen ISO?, welche Blende für dieses Motiv bei diesem Wetter? Dann abstrakte Zahlen in der Anzeige.   

Abdrücken.   

Und dann nichts. Kein "Zeig mir mal wie´s geworden ist", kein "die Glanzlichter sind nicht ganz scharf" und auch kein "Ich lösche das und versuche das Ganze noch mal"  

Stille und die Überlegung ob das Motiv noch einen der 36 Versuche benötigt.  

Dann wartet man...und man vergisst die Feinheiten der Motive, der Kompositionen und der Schärfen. Bis man die Tüte öffnet und sich Bild für Bild anschaut. Und man wird sich nach dem Öffnen  jedes Bild anschauen...alles andere macht keinen Sinn.  

Wenn es jemanden gibt der nach den ersten drei Bildern den Stapel weglegt...Respekt.   

Dann wählt man aus. Wo liegt Potenzial, besteht Energie?  

Wenn man möchte scannt man nun.   

Was ich sagen möchte: Man befasst sich im Analogen in jedem Schritt einige Momente länger. Bei der Aufnahme, der Vorfreude, der Sichtung und der Nachbereitung.   

Bewusster der eigenen Fähigkeiten.   

Wahrscheinlich nicht für jeden Tag. Aber für die besonderen Tage. Durch Altes etwas über kreatives Handwerk für die Zukunft lernen. Darum scheint es zu gehen wenn wir eine analoge Spiegelreflex in der Hand halten.   

  

Felix

 

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