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Vegan in Amsterdam

Mal wieder Amsterdam. Diese Miniatur-Metropole, Touristenmagnet und Zentrum Alternativer Lebensstile. Moderne Architektur im Kontrast zum immergleichen Backsteinhaus.   

Die Innenstadt, das Rotlichtviertel und die Krachten sind überfüllt und bieten mir beim mittlerweile vierten Besuch nichts von Interesse.   

Deshalb in die Randgebiete. AirBnB Wohnung, 48 Stunden Ticket der öffentlichen Verkehrsmittel (GVB) für 12,50 Euro (beinhaltet nicht die gelb-blauen Intercity Züge in die Stadt) und dann auf die Suche machen nach gutem veganen Essen und ein wenig Kultur.   

  

Das Meatless District ist ein rein veganes Restaurant. Industrielles Ambiente, nette entspannte Bedienungen und gute Küche, die von obligatorischen Burgern mit Seitan-Patty auch Suppen und Außergewöhnliches anbietet. Die Preise sind angemessen. Burger mit Fries 15,50 Euro.   

  

The Avocado Show ist ein Restaurant, dass sowohl Fleisch, vegetarische und vegane Gerichte bietet. Wie der Name schon sagt dreht sich dabei alles um die Avocado. Sehr aufwendig angerichtet erinnern die Speisen dann an hochpreisige Küche, ohne die damit einhergehenden Konventionen im Innern zu fordern. Alles bleibt unaufgeregt, obwohl der Laden aus allen Nähten platzt und man vor der Tür auf Tischzuweisung wartet. Reservierungen sind nicht möglich. Prei/Leistung eher gehoben.   

  

Das Kebabi ist eine Bar in der man vegane Döner und verschiedene Junk-Food-Sides bestellen kann. Es ist dunkler und die Musik lauter als in anderen Restaurants. Der Döner schmeckt und die Soße die auf den Tisch gestellt wird ist fantastisch. Ungezwungen und vom Preis in Ordnung. Döner 9,50 Euro    

  

Im Mount Everest Tandoori bekommt man exzellente indische und nepalesische Küche und einen sehr zuvorkommenden Service. Das Restaurant ist nicht mit veganen Speisen konzipiert, versucht jedoch alles um auch Menschen, die sich vegan ernähren, gerecht zu werden. Soßen werden ohne Milch zubereitet und die Bedienung empfiehlt Gerichte.  

Des Restaurant ist nur mit der Fähre zu erreichen. Vom Hauptbahnhof in Amsterdam fährt eine Fähre der GVB kostenlos und im 15 Minuten Takt.   

  

Das Stedelijk kostet 17,50 Euro (inkl. Audioführer) und bietet auf zwei Ebenen eine beeindruckende Dauerausstellung moderner Kunst. Neben Rothko, Bacon, Picasso, Lichtenstein und co. bieten die wechselnden Ausstellungen im Erdgeschoss einen aktuellen Blick auf zeitgenössische Kunst.   

  

Wer noch nicht in Amsterdam war, sollte sich die Stadt ansehen. Es reichen zwei Tage um ein Gefühl für sie zu bekommen. Das Netz der Öffentlichen ist fortschrittlich, die Elektromobilität schon weiter verbreitet als in deutschen Großstädten und die Duldung von Cannabis reizt wahrscheinlich weiterhin den ein oder anderen. Unbedingt EC- oder Visakarte einstecken, da man in einigen Restaurants nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann. 

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