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Los Angeles Teil 3 (Walk of...)

Sehr früh wach und nach dem Frühstück auf zur Bushaltestelle. Wir verpassen den Bus zweimal weil wir ihn, nach Minuten Verspätung, nicht mehr erwarten und uns auf den Weg zurück machen. Wir verschenken eine Stunde, in der Melina wohl fast einen kleinen Nervenzusammenbruch erleidet, und sitzen dann in der Metro-Bus Linie 108 richtung Downtown. Die Fahrt ist in unserem 7-Tage Ticket für 25 Dollar inbegriffen.   

Wir wollen zum Walk of Fame, von dem wir uns nach einigen Meinungen Anderer, nur wenig erhoffen.   

Aus diesem Grund bleibt die Enttäuschung aus und wir spazieren lediglich eine Stunde über die Bürgersteige und die Sterne der, mehr oder weniger bekannten, Entertainment-Stars.    

Ein Souvenirstand nach dem anderen, unzählige Angebote doch eine Stadtrundfahrt zu machen und das, für solche Orte fast schon obligatorische, Hard-Rock-Cafe.   

 

Chinese- und Dolby-Theatre (hier werden die Oscars verliehen) sind durch ihre Ausmaße zwar beeindruckend aber wenig interessant. Angegliedert ist wie so oft eine Shopping Mall über der riesige Elefantenfiguren thronen. Eben alles ein wenig theatralischer...  

Nach kurzem Blick auf das weit Entfernte Hollywood-Zeichen, sitzen wir in der Red-Line U-Bahn, die uns zum Pershing-Square bringt.

Im Grand Central Market (eine riesige Markthalle voller Restaurants verschiedenster Kulturen und Preisklassen) essen wir vegane Ramen Suppe...(sehr zu empfehlen "Ramen Hood"!!) und machen uns dann daran einige Stufen zu erklimmen. Alternativ fährt auch eine altertümliche Zahnradbahn den kleinen Hügel hinauf.  

 

Oben angekommen sind es nur noch wenige Meter zum MOCA (Museum of Contemporary Art). Der Eintritt kostet 15 Dollar pro Person. Geboten wird zeitgenössische Kunst des 20. Jahrhunderts. Neben einigen großen Namen (Rothko, Lichtenstein, Rauschenberg, etc.) in der Dauerausstellung gibt es wechselnde Sonderausstellungen. Die tollen Räumlichkeiten sind rechts überschaubar, sodass man nach einer guten Stunde wieder zwischen den Hochhäusern der Banken steht, die das MOCA überragen.   

Veganes Eis vom Foodtruck auf die Hand (6 Dollar pro Kugel) und wieder richtung U-Bahnstation. Es ist später Nachmittag und wir beschließen uns auf den fast zweistündigen Rückweg zu machen. Die U-Bahn nach Santa Monica und von dort den Bus in die mittlerweile vertraute Gegend. Wir möchten Lebensmittel einkaufen und entdecken neben einem riesigen Supermarkt, noch Kino, Buchladen und eine Vielzahl weiterer Läden, die an einen Parkplatz grenzen. Überall scheint es diese riesigen Aneinanderreihungen von Geschäften zu geben. Dass es Sonntag ist fällt in Sachen Einzelhandel einfach nicht auf. Alles läuft seinen gewohnten Gang. Ich mag die Vorstellung einkaufen zu gehen, wann ich möchte. Das kann ein Mittwoch, ein Freitag aber eben auch ein Sonntag sein. Ob der christliche Hintergrund des Sonntags in den Köpfen der Deutschen immernoch dafür sorgt, dass die Möglichkeit Läden auch am siebten Tag der Woche zu öffnen, weiterhin verpönt ist...ich bin mir nicht sicher. Anders kann ich mir es nicht erklären. Eine kleine Ergänzung zu unserem Lebensmitteleinkauf. Die Preise sind, verglichen zu Deutschland, sehr hoch. Ein Deodorant, dass man in Deutschland für 2 Euro bekommt kostet in einem Standard-Supermarkt 9 Dollar (etwas über 8 Euro) Marmelade ist doppelt so teuer. So verhält es sich mit 80 Prozent der Produkte. Low Budget ist in Kalifornien (und wahrscheinlich auch im restlichen Land) also fast nichts...Benzin stellt im Preisvergleich natürlich die deutliche Ausnahme dar.   

Wir besuchen heute Abend, aus Motivationslosigkeit, nicht das vegane Restaurant in unserer Nähe, sondern bleiben in unserer  "Garage".  Es ist 21:00 Uhr, Melina schläft und mir fallen langsam auch schon wieder die Augen zu.   

Morgen Universal Studios!!!   

  

Startet gut in den Tag.   

  

Felix 

 

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