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Los Angeles Teil 4 (Universal Studios)

(Fotos im unteren Bereich des Eintrags) 

  

Die Universal Studios sind kein normaler Freizeitpark. Immer höhere Achterbahnen und Freefalltower sucht man hier vergebens. Es geht um das Erleben von Film, Special Effects und das Hineinträumen in andere Welten. Diese andere Welt gelingt den Machern so überzeugend, dass sich der Besuch unbedingt lohnt.   

  

Die Eintrittskarten sind nicht günstig (104 Dollar pro Person) und können ganz bequem im Netz gekauft werden. Dann auf dem Handy speichern und am Eingang vorzeigen. Dass wir in Amerika sind merkt man an den flughafen-ähnlichen Sicherheitskontrollen. Nachdem ein Fingerabdruck mit einer amerikanischen Datenbank (da wird einiges gespeichert sein) abgeglichen wurden, geht es hinein. Willkommen in den Universal Studios!  

  

Die Straße die uns in den Park hineinführt ist gesäumt von Häusern der Jahrhundertwende, in denen Restaurants und, unglaublich ansprechend konzipierte, Einkaufsmöglichkeiten untergebracht sind. Es wird Musik gespielt, Figuren aus den Filmwelten des Studios wandeln umher und stehen für Fotos zur Verfügung (Viele Charaktere sind angehende und aktive Schauspieler...davon hat Hollywood höchstwahrscheinlich genug)   

  

In der ersten Attraktion, die wir besuchen, begleiten wir Po und Master Shifu von Kung Fu Panda bei einem ca. 10 minütigen Abenteuer. Fast jede Attraktion beginnt mit einer aufwändigen Einleitung, die die Besucher vor der eigentlichen Präsentation einstimmt. In diesem Fall sind es Charaktere von Kung Fu Panda und Shrek, die auf LED Leinwänden, die nicht als solche zu erkennen sind, miteinander kommunizieren. Das animierte Material für Einleitung und Hauptfilm wird vom Animationsstudio eigens und exklusiv für den Freizeitpark erstellt. Wir sitzen auf, sich bewegenden, Stühlen und durchleben wilde Flussfahrten und Kämpfe rund um ein magisches Elixier (Bei 10 minütigen Vorstellungen müssen die Drehbücher natürlich auf Tiefe verzichten)  

Der Freizeitpark ist direkt an das berühmte und riesige Filmstudio von Universal angegliedert. Das wird in der Qualität der Inhalte deutlich, die wirklich mit nichts zu vergleichen sind. Man merkt an Ausstattung (liebevoll gestaltet und detailverliebt) und Inszenierung, dass die besten der Branche an den Attraktionen arbeiten.   

  

Weil es den Rahmen sprengen würde auf jeden Themenbereich einzeln einzugehen will ich jetzt einen Überblick geben um danach auf wenige Attraktionen im Detail einzugehen.   

  

Der Park ist in ein größeres oberes und ein unteres Areal geteilt. Verbunden werden diese beiden Gebiete durch 5 riesige Rolltreppen (oder wenn man möchte natürlich auch Stufen). Im oberen Teil befinden sich Hogsmeade, Hogwarts und vieles mehr aus der Welt von "Harry Potter", "Ich-einfach unverbesserlich", "die Simpsons", ein "Fun-Land", "The Walking Dead",das Stadion für die "Waterworld"- Show  (fantastische Effekte und Stunts vor einem riesigen Set mit wirklich guten Schauspielern) sowie der Beginn der einstündigen "Studio Tour".   

Im unteren Bereich kann man "Transformers", Revenge of the Mummy und, bis vor wenigen Monaten "Jurrassic Park" erleben (hier entsteht auf dem Gelände der alten Attraktion gerade eine, für 2019 geplante, neue "Jurrassic World" Attraktion.  

Der Park ist nicht groß. Ein kompletter Tag reicht um jede Attraktion zu erleben und den Park zu erkunden.   

Meine persönlichen Highlights der Universal Studios waren die Welt rund um Harry Potter und die Studio Tour.   

Das Harry Potter Gebiet umfasst, wie oben schon erwähnt, das Dorf Hogsmeade, Hogwarts und viele kleinere Schauplätze, wie Hagrids Hütte oder das fliegende Auto aus "Die Kammer des Schreckens". Es gibt drei Hauptattraktionen im Themenbereich: Die "Flight of the Hippogriff" Achterbahn, eine von Ollivander inspirierte Zauberstab-Attraktion, die wir leider nicht erlebt haben und "Harry Potter and the forbidden Journey", eine so dermaßen beeindruckende Simulation (Die Bewegungen der kleinen Kabinen (für jeweils 4 Personen) sind so umfangreich, dass man mit Bügeln gehalten wird, die man sonst nur aus Freefalltowern kennt), dass ich am Ende der Fahrt wirklich einige Momente brauchte um das Erlebte zu verarbeiten. Die Fahrt simuliert einen Ritt auf einem Besen. Dabei wird unter anderem Quidditch gespielt und gegen Dementoren gekämpft. Die Attraktion wechselt fließend zwischen Leinwänden und realen Inhalten hin und her.   

Und dann diese detailverliebtheit... Auf dem Weg zu "Forbidden Journey" zum Beispiel, wandelt man durch Hogwarts, inklusive lebendiger Bilder, verschiedener Klassenzimmer und Dumbledores Büro. Fantastisch!  

Auch die Außenbereiche sind toll gestaltet. Es gibt Butterbier, Ollivanders Zauberstabladen und vieles mehr.   

  

Die Studio-Tour ist ein echter Klassiker und existiert seit der Stummfilmzeit (Der Freizeitpark hingegen erst seit Mitte der 60er Jahre). Damals kostete eine Fahrt 25 Cent und beinhaltete eine Lunch Box.   

Heute ist die einstündige Fahrt, die einen durch verschiedene Sets führt (z.B. Krieg der Welten, der weisse Hai, Jurrassic Park), gespickt mit einigen aufwändigen Attraktionen. Dabei fährt der "Zug", in einer Halle, auf eine, sich bewegende Hebebühne. Von rechts und links passiert dann Spektakuläres aus King Kong und Fast and Furious. Auch diese Inhalte entstanden mit den Regisseuren und den Teams beider Filme.   

  

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich der Besuch lohnt. Natürlich sind die Preise für Verpflegung und Merchendise utopisch, jedoch bietet der Park Qualität, die wir in Deutschland, in diesem Ausmaß nicht gewohnt sind. Wer sich für die Welt der Filme interessiert und nicht unbedingt die größten, schnellsten und höchsten Fahrgeschäfte erwartet, wird Spaß haben in den Universal Studios Hollywood!    

  

PS: Ein kurzer Nachtrag zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie bereits erwähnt haben wir eine Tap-Card für 25 Dollar gekauft, die uns mit U-Bahnen und Bussen an fast jedes Ziel in Los Angeles bringt. Rechnet man Mietkosten für einen Leihwagen, Parkhäuser (z.B. auch an den Universal Studios kostenpflichtig) und Benzinkosten zusammen, wird man ein Vielfaches dieser 25 Dollar bezahlen. Also keine Scheu vor öffentlichen Verkehrsmitteln in L.A. (Die Meinungen im Netz gehen diesbezüglich auseinander)   

Jeder Weg dauert ein wenig länger, dafür immer entspannt.

  

Felix   

  

 

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