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San Francisco Teil 1 (zu Fuß zur Golden Gate Bridge)

San Francisco Teil 1 (Zu Fuß zur Golden Gate Bridge)  

  

Wir sind in San Francisco, wohnen, über AirBnB, in Michaels Haus und schlafen nach der Busfahrt zwei Stunden bis wir uns letztendlich auf die Suche nach Abendessen machen. Wir landen im "Indochine Vegan", das vegane vietnamesische und thailändische Speisen anbietet. Das Restaurant ist brechend voll. Wir warten glücklicherweise nur kurz an der Eingangstür um dann zu einem freigewordenen Tisch für zwei geleitet zu werden.  

Wir essen sehr lecker und machen uns durch die belebten Straßen wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft.   

  

Das Viertel in dem sich Michaels Haus befindet ist überwiegend lateinamerikanisch-geprägt. Musik auf den Straßen und eine Menge mexikanischer Bars und Restaurants. Michael erzählt uns, dass sich das Viertel, seit er das Haus 1989 mit seinem besten Freund zusammen kaufte, sehr verändert hätte. Durch das Geld der Tech-Industrie im Silicon-Valley wären die Preise gestiegen. Alles wäre jetzt mehr "hippster" und aufgesetzt. Das ursprüngliche Latino-Viertel, also nun ein angesagter Wohnort für junge Wohlhabende...das kennt man doch z.B. auch aus Berlin. Michaels Haus selbst ist voller Kunstgegenstände aus Brasilien und Mexico. Alles wirkt teuer und hochwertig. Das Frühstück, dass er morgens bereitstellt ist vielfältig... (Es gibt sogar Sojamilch)     

Wir sind froh hier zu sein und einige Annehmlichkeiten zu genießen.   

  

Es ist Sonntag Morgen, der Reiseführer liegt aufgeschlagen beim Frühstück und uns fällt es schwer uns zu entscheiden. Also machen wir das, was meistens die beste Option ist um viel zu sehen. Ein grobes Ziel auswählen (Golden Gate Bridge) und dann loslaufen. Wir laufen 11 Kilometer, steile Straßen hoch und runter, durch Parks mit W-Lan und großen belebten Spielplätzen, vorbei an tollen Ausblicken und am Strand entlang. San Francisco ist extrem hügelig, sodass sich die Strecke zur Brücke wirklich wie eine kleine Wanderung anfühlt. Auf dem Weg kommen wir durch das "Presidio", ursprünglich eine Militäranlage, nun eine riesige, grüne Wohngegend, von der das Meer in wenigen Minuten zu erreichen ist. Der Strand ist auch für Einheimische ein beliebter Ort um spazieren zu gehen oder die Hunde auszuführen. Man blickt über die Skyline San Franciscos, die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz(vorher diverse andere Funktionen), bis hin zur Golden Gate Bridge, die in einiger Entfernung schon, rot glänzend, zu sehen ist. (Die Brücke sollte eigentlich grau angestrichen werden...das benutzte Schutzmittel "International Orange", das vor dem finalen Anstrich aufgetragen wurde, gefiel den Bewohnern San Franciscos aber so gut, dass Petitionen für den Erhalt der orangenen Farbe eingerichtet wurden)  

An der Brücke selbst sind verschiedene Cafés, Shops und interaktive Infostände zu finden. Hinter jeder Ecke erwartet einen ein neuer Ausblick, ein neues Panorama. Ich mache unzählige Fotos und muss daraufhin am Abend dreiviertel der Brückenbilder aussortieren (Es sind immernoch zu viele...)  

Wir fahren zurück in die Stadt und machen uns dort, gegen 16 Uhr, endlich auf die Suche nach etwas Essbarem. Wir laufen, auf der Suche nach einer, in der Karten-App angezeigten, Pizza Hut Filiale einige weitere Kilometer durch sehr arme Straßen. (Leavenworth-  und Hyde Street sind schon am Tag eher einschüchternde Gegenden, die sowohl Gangster-Klischees als auch bittere Armut zeigen. Ein Mensch übergibt sich, eine Andere gräbt sich eine Kuhle in den Schlamm unter einem Baum, um sich dann hinein zu legen. Als Tourist wird man unverständlich angesprochen, durchdringend angesehen...sprich ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Am Tag ist die Gegend höchstwahrscheinlich weitgehend ungefährlich, nachts dagegen würde ich mich nicht dort aufhalten wollen)  

Am Ziel angekommen stellt sich die Pizza Hut Filiale als kleiner, dreckiger Selbstabholer-Schalter heraus. Also wieder zurück und in die U-Bahn. Wir landen in einem veganen Mexikaner, bezahlen am Ende 85 Dollar für mexikanische Standard-Kost und fallen gegen 21:00 schon in's Bett. Der Schrittzähler zeigt 23.284 Schritte...  

  

Felix 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Ilona (Dienstag, 04 Dezember 2018 19:56)

    Sehr spannend gefällt mir ich nehme an eurer Reise in Miehlen am Bildschirm teil.
    Gruß Oma Ilona